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Governance behindert Innovation nicht – sie sichert ihren langfristigen Erfolg

  • 1 day ago
  • 3 min read

Die Anzahl der zum Stichtag 6.3.26 bei dem BSI für NIS2 registierten Organisationen ist sehr gering, das ist kaum verständlich. Ist doch die ganze Regulierung seit 2022 bekannt und davon ist auch seit Jahren in der Fachpresse zu lesen, den ursprunglich für alle relevanten Geltungstermin im Oktober 2024 hat Deutschland großzügig verpasst, das Gesetz gilt sein 5.12.2025. Es gibt keine Übergangsfristen.


Vor allem dient NIS2 der Sicherheit der Unternehmen! Im Alllianz Risk Barometer wird dokumentiert, daß bei Unternehmen die Angst vor Cybervorfällen als größe Sorge gesehen wird. Also man macht sich Sorgen, tut aber nichts dagegen? Das muss man erst einmal sacken lassen.


Woran kann es also liegen? Kostendenken, Desinteresse, Motivationsdelle, Zeitnot, Verdrängung oder vielleicht ein umfassende "Compliance Fatigue"? Oder will man das "aussitzen" nach alter DSGVO-Tradition?


Der - immer wohlfeile - Hinweis auf den beliebten "Fachkräftemangel" kann es kaum sein, man hatte jetzt 4 Jahre Zeit und wusste im Wesentlichen aus der EU-Richtlinie, was kommt. Und im Markt sind Informationen, Tools, Berater, Schulungen und sonstige Hilfsmittel vorhanden, auf die man zurückgreifen kann. Daran kann es also nicht liegen.

Oder hat der Gesetzgeber mit der gelinde gesagt "holprigen" Einführung Vertrauen verspielt und Widerstände geweckt? Sind die Organisationen "müde" ob der Dynamik im Thema Regulatorik mit NIS2, CRA und Maschinenverordnung?


Bremsklotz


Die Gründe sind je nach Unternehmen sicher vielfältig. Allgemein ist zu erkennen, daß heute Unternehmen neue regulatorische Anforderungen vielfach als Bremsklotz sehen: NIS2, der Cyber Resilience Act (CRA) oder Normen wie ISO/IEC 27001 scheinen auf den ersten Blick mehr Bürokratie, zusätzliche Dokumentation und strengere Prozesse zu bedeuten.


Doch in der Praxis zeigt sich: Gute Governance bremst Innovation nicht – sie schafft den Rahmen, in dem Innovation langfristig erfolgreich sein kann.


Gerade in einer digital vernetzten Wirtschaft wird Cybersecurity zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Kunden, Partner und Behörden erwarten, dass Unternehmen ihre Informationen schützen, Risiken steuern und digitale Produkte sicher entwickeln. Regulatorische Initiativen wie die NIS2 Directive und der Cyber Resilience Act verpflichten Unternehmen dazu, Cybersecurity systematisch in ihre Organisation und ihre Entwicklungsprozesse zu integrieren.


Unternehmen, die Governance frühzeitig als strategisches Instrument verstehen, profitieren davon. Sie schaffen Transparenz über Risiken, etablieren klare Verantwortlichkeiten und integrieren Sicherheit sowie Compliance direkt in ihre Geschäfts-, Betriebs- und Entwicklungsprozesse.


Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei ein integriertes Managementsystem (IMS). Ein IMS verbindet Anforderungen aus Informationssicherheit, Compliance, Risikomanagement und Qualität in einer gemeinsamen Struktur. Statt paralleler Regelwerke entstehen klare, abgestimmte Prozesse, die sowohl regulatorische Anforderungen als auch operative Abläufe unterstützen.


Positiv: Unternehmen müssen selten bei null anfangen.


Viele Organisationen verfügen bereits über bestehende Prozesse, Dokumentationen und Governance-Strukturen, etwa aus Qualitätsmanagement, IT-Sicherheit oder Risikomanagement. Ein integriertes Managementsystem ermöglicht es, diese vorhandenen Strukturen gezielt zu nutzen und weiterzuentwickeln, statt neue Bürokratie aufzubauen.

Gerade für Softwareentwickler kann ein solcher Ansatz eine echte Unterstützung sein. Wenn Anforderungen aus dem Cyber Resilience Act klar in Entwicklungsprozesse, Richtlinien und Vorlagen integriert sind, entsteht Orientierung statt zusätzlicher Komplexität. Themen wie Secure Development, Teststrategie, Schwachstellenmanagement oder Lieferketten-Sicherheit werden strukturiert in bestehende Entwicklungsmodelle eingebettet. Das hilft Entwicklungsteams, regulatorische Anforderungen umzusetzen, ohne ihre Agilität zu verlieren.


Vorteile liegen auf der Hand


Ein integriertes Managementsystem bietet daher mehrere strategische Vorteile:

  • Struktur für Innovation: Klare Governance schafft Orientierung für Teams und Projekte.

  • Effiziente Umsetzung von NIS2, CRA und ISO 27001: Anforderungen werden integriert statt isoliert umgesetzt.

  • Nutzung bestehender Prozesse und Dokumente: Vorhandene Strukturen werden weiterentwickelt statt ersetzt.

  • Unterstützung für Entwicklungsteams: Entwickler erhalten klare Leitlinien für sichere und regulatorisch konforme Softwareentwicklung.

  • Vertrauen im Markt: Nachweisbare Sicherheit stärkt Kundenbeziehungen und Partnerschaften.


Der Perspektivwechsel ist entscheidend: Governance ist nicht der Gegenpol zur Innovation. Sie ist vielmehr die Infrastruktur, die Innovation stabil, skalierbar und vertrauenswürdig macht.


Unternehmen, die Governance, Informationssicherheit und Regulierung frühzeitig in ein integriertes Managementsystem einbinden, schaffen nicht nur Compliance. Sie schaffen die Grundlage für nachhaltige digitale Innovation und langfristigen Markterfolg.


Vereinbaren Sie eine Demo, lassen Sie sich zeigen, wie praktisch und pragmatisch Compliance gehandhabt werden kann!

 
 
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